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Wenn der «Playboy» ruft ...
Grosser Schock im Jahr 1995: Rechtsradikale schickten ihr eine Briefbombe in die Redaktion. Bei der Detonation wurde eine Mitarbeiterin schwer verletzt. In diesem Moment dachte Arabella ans Aufhören. Tag und Nacht wurde sie von Bodyguards begleitet, der Täter wurde schliesslich gefasst. Für Aufsehen sorgten auch erotische Fotos für den «Playboy». Weil sie lange unter einem geringen Selbstvertrauen und Unsicherheiten litt, wollte sich die Star-Talkerin endlich von einer anderen Seite zeigen. «Ich litt unter meinen O-Beinen und den breiten Hüften und hatte Mühe mit meinen abstehenden Ohren und meiner breiten Nase. Als das Angebot kam, war ich sehr überrascht», erklärte sie gegenüber der «BZ». Ein weiteres Mal wolle sie sich jedoch nicht mehr ausziehen. Obwohl man bekanntlich nie «nie» sagen soll...
Eine weitere Auszeichnungen für ihre Fernseharbeit erhielt die Moderatorin 1996 mit dem Medienpreis «Das Goldene Kabel» der Programmzeitschrift «Gong». Ausserdem wählten sie die Leser des «Musikexpress» zur beliebtesten Talkmasterin Deutschlands. Im selben Jahr feierte Arabella als Schauspielerin in einer Nebenrolle des Kinofilms «Das Superweib» ihr Leinwand-Debüt.
Neben der Daily-Talkshow moderierte Arabella ab Februar 1996 die wöchentliche ProSieben-Show «Arabella Night», welche wegen inhaltlichen Querelen nach wenigen Monaten abgesetzt wurde. Eine weitere Abendshow, «Arabella Help!», überlebt auch nicht lange. «Es war ein schweres Format, das nicht richtig zu mir passte», gestand sie gegenüber der «Süddeutschen Zeitung». Sie sei in der leichten Unterhaltung besser aufgehoben. Im Frühjahr 1998 stirbt ihre Grossmutter. Der Abschied fällt schwer, weil Oma Elisabeth eine der wichtigsten Bezugspersonen von Arabella war.
«Schmuddeltalk»-Vorwürfe
Für ihre Talkshows musste die Wahlwienerin mit deutschem Pass auch immer harte Kritik einstecken. Die Nachmittagsshows – von denen es zwischenzeitlich 13 tägliche Formate gab – wurden als «Schmuddeltalks» abgestempelt. Sogar der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber mischte sich ein und klagte gegen die «niveaulose, minderwertige, primitive und unmenschliche Darstellung». 1998 drohten die deutschen Landesmedienanstalten sogar, Arabellas Talkshow das Senderecht für den Nachmittag zu entziehen. Kiesbauer gab zu, die Grenzen überschritten zu haben. Nachdem ProSieben Besserung versprach, stand «Arabella» auch weiterhin um 14.00 Uhr auf dem Sendeplan.
Nach dem «Superweib» sah man Arabella 1999 in einer weiteren Gastrolle im Movie «E-Mail an Gott». Im selben Jahr erhielt sie erneut Morddrohungen. Wie schon zuvor, wurde auch hier der anonyme Briefschreiber gefunden. Er drohte Arabella mit dem Tod, falls ihre Sendung nicht abgesetzt würde. Auch nach all diesen Rückschlägen machte die gut gelaunte Talkerin unbeirrt weiter.
Kein Glück mit «Venus und Mars»
Einen leichten Karriere-Knick musste sie 2001 einstecken: Die Liebesshow «Mars und Venus», welche sie zusammen mit Co-Moderator Holger Speckhahn moderierte, floppte und wurde nach wenigen Wochen aus dem ProSieben-Programm genommen. Zum wiederholten Mal misslang ihr der Weg ins angestrebte Abendprogramm. Auch beim Daily-Talk gabs Korrekturen. So wurde die Sendezeit zugunsten der Soap «Abschlussklasse» halbiert. «Wir haben nur überlebt, weil wir die Sendung immer wieder den veränderten Fernsehgesetzen angepasst haben», erklärte Kiesbauer.
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Ihre grösste Angst Die Menschen, die mir wichtig sind, zu verlieren.
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Das Kochen Ich bin zwar etwas chaotisch in der Küche, weil ich immer noch fünf andere Dinge gleichzeitig zu erledigen versuche.
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Lebensqualität Ausgeglichen zu sein und mit einer positiven Lebenseinstellung durch den Tag zu gehen hat oberste Priorität.
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Zürich Mir gefällt die herrliche Lage am See, die hügelige Umgebung und als begeisterte Skifahrerin die Nähe zu den Bergen.
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Das Heiraten Beim Wort Heiraten verkrampfe ich ziemlich schnell. Ich bin eine absolute Heiratsfeindin.
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Die «Playboy»-Fotos Ich habe vorher gar nicht gewusst, dass ich so gut aussehen kann.
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Über ihre Talkshow In den vielen Jahren habe ich gelernt, meine Introvertiertheit zu überwinden, Gespräche zu führen und mich innerhalb weniger Minuten bedingungslos auf fremde Menschen einzulassen – egal, was sie mir erzählen wollen.
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Fragen nach Intimem Ich finde halt, fragen darf und soll man alles, es kann ja jeder für sich selber entscheiden, ober er eine Antwort geben will. |
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