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Mirjam Weichselbraun (25) krempelt ihr Leben um. Die erfolgreiche Moderatorin («Dancing Stars», «TRL») spricht bei startalk.ch erstmals über die Trennung von ihrem Freund Marque (34). Und sie verrät, was sie an Zürich liebt, welche Projekte nach der Zeit bei MTV anstehen und weshalb sie ihrer Zwillingsschwester Los Angeles zeigen will.
Teil 2: Mirjam über ihr Privatleben
Teil 3: Der neue Fernsehfilm und Mirjams Kalifornienreise
startalk.ch: Du schwimmst auf einer unglaublichen Erfolgswelle und bist auf vielen Kanälen zu sehen. Gibt es Momente, in denen du realisierst, was um dich herum passiert?
Mirjam Weichselbraun: Irgendwie nicht, weil ich das nie so mitkriege. Alle sagen das zwar immer. Ich komme zu «Wetten, dass ..?», mache meine Arbeit und bin dann gleich wieder daheim. Dann arbeite ich in Berlin bei MTV, fliege nach Wien, präsentiere dort meine Show und bin danach gleich wieder unterwegs. Neulich sah ich mein Foto auf der Titelseite einer grossen österreichischen Programmzeitschrift. In diesem Moment realisiere ich es, sehe aber immer noch den Unterschied zwischen dem «geschminkten Pupperl» vom Cover und mir, wie mich meine Freunde kennen. Von aussen betrachtet sieht das Ganze viel wilder aus.
Was ist deiner Meinung nach der Grund dafür, dass du bei den MTV-Kids genauso beliebt bist wie beim älteren ORF-Publikum?
Ich weiss es nicht genau. Vielleicht am ehesten, dass ich am einen Ort genau so bin wie am anderen. Klar sind es verschiedene Genres – meine Sendungen im ORF und bei MTV unterscheiden sich sehr. Doch ich lege grossen Wert darauf, dass die Moderatorin dieselbe bleibt. Ich mache bei MTV nicht auf jung, bei ORF auf alt und im ZDF auf Journalistin. Ich täusche nicht vor, jemand zu sein, der ich nicht bin. Die Leute sind ja nicht blöd und merken, wenn man sich verstellt.
Als Online-Moderatorin des ZDF triffst du für «Wetten, dass ..?» die Stars backstage. Wie fühlst du dich nach dem Ende der letzten Staffel?
Gut, das war eine sehr lustige Zeit. Es wird komisch sein, wenn im nächsten Monat kein «Wetten, dass ..?» mehr ansteht. Seit ich diesen Job mache, vergeht die Zeit extrem schnell. Alle vier Wochen bin ich in einer neuen Stadt. Jetzt ist erst einmal Pause, bevor Sommer-«Wetten, dass ..?» auf Mallorca ansteht.
Welche Talkgäste haben dich positiv überrascht?
Christoph Maria Herbst war sehr reizend und hat mich beeindruckt. Man assoziiert mit Menschen ja einige Dinge, die ich gerade bei ihm wegen «Stromberg» nicht so nett finde. Auch Günter Netzer hat mich sehr positiv überrascht, weil er sehr gesprächig war. Das mag ich ganz gerne.
Bist du überhaupt noch nervös, wenn du im Vorfeld siehst, welche hochkarätigen Gäste bei dir auf der Couch vorbeischauen werden?
Wenn ich die Liste sehe, überhaupt nicht. Da ist erst einmal die grosse Freude und Angeberei bei meinen Freunden (lacht). Erst wenn die Stars neben mir sitzen, dann ist die Nervosität da. Bei der letzten Sendung waren John Travolta, Tim Allen und Ray Liotta im Dreierpack zu Gast. Da ist es schon schwierig, bei einem so eingeschworenen Team.
Du löst diese Aufgabe aber sehr professionell und sprichst perfekt Englisch.
Mein Englisch ist okay, wurde aber erst mit der Zeit besser. Als ich bei MTV angefangen habe, sah das noch anders aus. Meine erste Fremdsprache war Französisch, welche ich auch heute noch besser kann.
Das scheint ein grosses Talent von dir zu sein. Stimmt es, dass du fünf Sprachen sprichst?
Nein, denn unter «sprechen» verstehe ich, dass es perfekt ist. Von wegen «Sie ist sehr intelligent, spricht fünf Sprachen ...». Ich habe Latein gelernt und verstehe dadurch viele Sprachen. Ansonsten kann ich – mit Ausnahme von Englisch und Französisch – vielleicht einen Kaffee bestellen und einfachste Konversation.
2005 hast du deine erste «Romy», den österreichischen Fernsehpreis, erhalten und bist in diesem Jahr bereits wieder in der Kategorie «Beliebtester Talk- und Showmaster» nominiert. Und das als einzige Frau neben Kollegen wie Günther Jauch, Oliver Geissen oder Christian Clerici. Erfüllt dich das mit Stolz?
Die letztjährige «Romy» erhielten wir für «Dancing Stars». Ich hatte das Glück, bei dieser Show mit dabei zu sein, und bin deshalb auch «Romy»-Besitzerin. Den Preis habe ich stellvertretend für das gesamte Team entgegengenommen. Als ich sah, wer diesmal neben mir nominiert ist, habe ich herzlich gelacht. Das soll ja wohl ein Witz sein (lacht)! Eigentlich ist es eine gemischte Kategorie und wenn du die Namen durchliest, denkst du: «Na ja, super, ihr könnt ja auch gleich sagen, du bekommst sie einfach nicht.» Aber natürlich ist es schön, neben solchen «Showgrössen» nominiert zu sein.
Da bist du aber sehr bescheiden. Deine Chancen sind durchaus intakt. Wer weiss, ob du schlussendlich doch die strahlende Siegerin bist?
Daran denke ich nicht, aber ich freue mich für jeden, der diese schöne Auszeichnung bekommt.
Kann man im eigenen Land nur dann Erfolg haben, wenn man dies wie in deinem Fall bereits im Ausland bewiesen hat?
Es gibt genug Moderatoren, die zuerst in Österreich angefangen haben. Ich kann es schlecht beurteilen. Als ich zum Fernsehen kam, war ich noch sehr jung. Bei mir war Deutschland der erste Weg und das Musikfernsehen ein optimaler Start. VIVA Plus und MTV haben mir alle Möglichkeiten gegeben und ich konnte praktisch jede Sendung alleine gestalten. Dafür bin ich zutiefst dankbar. Man kann das nicht genug schätzen, weil man sonst im Fernsehen sehr viele Auflagen kriegt.
Stimmt es, dass dich Dominik Kaiser, der Programmchef des Schweizer Privatsenders 3+, damals für VIVA Plus entdeckt hat?
Ich machte bei einem Streetcasting mit und kam dadurch zum Sender. Dominik war ein toller, sehr menschlicher Chef, der immer hinter mir stand. Ich habe ihn schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen, würde mich aber freuen, wenn sich mal ein Treffen ergäbe.
Er hat kürzlich auch sehr von dir geschwärmt.
Das ist ja super. Er war einer der Ersten, die total an mich geglaubt haben, obwohl wir zu Beginn viel Müll gemacht haben. Sachen, bei denen ich heute denke: Um Gottes Willen, hoffentlich hat das niemand gesehen! Er hat mich immer gepusht, mir viel Selbstvertrauen gegeben und so gesehen schon mein Talent entdeckt. Einmal kam ich in die Redaktionssitzung und schlug vor, in der Sendung mit meiner Oma zu telefonieren. «Ja klar, mach das mal», war der Kommentar. Das war eine tolle Zeit für mich.
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Geburtsdatum 27. 9. 1981
Beruf Moderatorin
Zivilstand ledig
Wohnort Berlin
Die gebürtige Innsbruckerin sammelte ihre erste Moderationserfahrung 1998 bei Radio Antenne Tirol. Zwei Jahre später wurde sie von den Lesern der «Bravo» zum «Bravo Girl des Jahres» gewählt. Gleichzeitig stand Mirjam für die Kultursendung «Das Magazin» beim Lokalsender tirol tv vor der Kamera. Für den neuen Musiksender VIVA Plus präsentierte sie 2002 unter anderem «Cologne Day» und wechselte nach nur acht Monaten zu MTV, wo sie seither in diversen Sendungen zu sehen ist (u.a. «MTV Select», «Travel’n Trend» und «TRL»). Daneben ist die aufgestellte Tirolerin seit 2003 fürs ZDF auch als Online-Moderatorin für «Wetten, dass ..?» im Einsatz. Zurück in ihrer Heimat präsentierte Mirjam mit Christian Clerici u.a. die «Expedition Österreich» und «song.null.fünf» (ORF) und sass in der Jury von «Starmania». Die von ihr und Alfons Haider moderierte Tanzshow «Dancing Stars» (3 Staffeln) erzielte Rekordquoten. Mit Wayne Carpendale führte Weichselbraun 2006 durch die RTL-Eistanzshow «Dancing on Ice» und war ein gern gesehener Gast in diversen Shows (u.a. in der «Harald Schmidt Show», der «Wok-WM» oder «TV total»). Mirjam, die mehrere Hörbücher besprochen hat, spielte in der ProSieben-Märchenverfilmung «Frau Holle» die Goldmarie und stand für den Fernsehfilm «Die Rosenkönigin» vor der Kamera. Privat: Die «Romy»-Preisträgerin ist nach der Beziehung mit dem österreichischen Sänger Marque mit Sat.1-Moderator Jan Hahn liiert, spielt gerne Schach und ist für eine neue RTL-Show im Gespräch. Mirjam im Web. |
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