Stuntfrau Simone Bargetze über ihr Leben in Hollywood, Stars und ihre neue Liebe.

Mirjam Weichselbraun über ihre Zukunftspläne, die Schweiz und intelligentes Fernsehen.

Die irischen Chartstürmer über ihren Erfolg, die Fans und einen Abstecher ins Zürcher Nachtleben.

Ex-Mister Schweiz Renzo Blumenthal über sein Leben als Bauer, sexy Fotos und Frauen.

Dieter Moor über seinen Bauernhof, die Abrechnung mit der Fernsehbranche und Roger Schawinski.
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Teil 3: Dave, die neue Liebe
 
Stimmt es, dass du mit der Anmeldung für die Greencard drei Jahre warten musstest?
Angefangen hat alles nach einer wilden Partynacht mit DJ AM, der leider Ende August gestorben ist, und den «Massiven Tönen» aus Deutschland, welche meine Gäste waren. Auf dem Nachhauseweg haben mich die Bullen wegen «Driving Under the Influence» («Trunkenheit am Steuer», Anmerkung der Redaktion) rausgenommen. Daraufhin landete ich kurzzeitig im Knast, musste ein halbes Jahr lang regelmässig vor Gericht und auch zu den Anonymen Alkoholikern. Wegen diesem «Verbrechen», das fortan mit meinem Namen verbunden war, musste ich mich mit der Greencard drei Jahre gedulden.

In der kurzen Zeit bei den Anonymen Alkoholikern (AA) hast du dafür viele Stars kennengelernt.
Ich habe dort einiges gelernt, was ich nicht missen möchte. Damals habe ich für Viva Plus meine tägliche Sendung produziert und alle Stars bei den AA kennengelernt (lacht).

Wie kam es zum Kuss mit Robbie Williams?
Das habe ich schon fast vergessen! Ich war zufällig im Viper Room, einem Club am Sunset Boulevard, als Robbie zu mir kam und mich fragte, ob er mich küssen darf. Ich habe meinen damaligen Freund angerufen und ihn gefragt, ob er damit einverstanden sei. Er meinte nur: «Küss ihn» (lacht).

Zu Beginn deiner TV-Karriere warst du mit deiner kleinen Videokamera unterwegs und hast Stars interviewt. Interessiert es dich heute noch, wenn du bekannten Persönlichkeiten über den Weg läufst?
Seit ich meine Sendung nicht mehr mache, habe ich keinen Grund mehr, sie anzusprechen. Ich käme mir vor wie ein Groupie. Nein, darauf habe ich keinen Bock mehr.

Was denkst du über ehemalige Missen, welche die Lee Strasberg Schule besuchen und danach auf die grosse Schauspielkarriere hoffen?
Wenn es eine schafft, dann gibt’s halt immer einen Haufen Nachzügler. Nur lasst euch eins gesagt sein, Mädels: So viel Zack, wie Melanie Winiger hat, trifft man heutzutage selten an. Jeden Tag kommen tausend wunderschöne Mädchen mit demselben Traum in diese Stadt. Es gibt immer eine, die jünger, schlanker und schöner ist, und die erst noch ohne ausländischen Dialekt spricht. Die meisten amerikanischen Fernsehzuschauer sind übersättigt von Hinterwäldlern aus irgendwelchen Vororten mit unklarem Dialekt. Wenn sie uns Ausländer nicht verstehen, fackeln sie nicht lange und switchen auf den nächsten Sender.

Dann sollten sich Lauriane Gilliéron und Nadine Vinzens ihre Träume abschminken?
Der «Blick» hat mich zu diesem Thema falsch zitiert. Ich habe nicht gesagt, dass sie es mit der Karriere vergessen sollen. Aber Hollywood ist ein hartes Pflaster. Man muss hier ein dialektfreies Englisch sprechen, um in der Schauspielerei voran zu kommen. Nur sind nicht alle Ex-Missen dazu bereit. Selbst wenn du mithalten willst, ist ein Miss-Schweiz-Titel nicht gut genug. Es braucht harte Arbeit und unzählige Workshops wie etwa Accent reduction (Akzentverringerung). Es ist immer schwer, wenn man als grosser Fisch im kleinen Teich plötzlich zum kleinen Fisch im grossen Teich wird.

Mit Musikproduzent Al Walser ist neben dir ein weiterer Liechtensteiner in Hollywood aktiv. Was hältst du von ihm?
Oh, Al Walser (lacht). Schon früher, als er das erste Mal in L.A. war, hat er mich immer angerufen und gefragt, ob ich die Jackson-Familie kennenlernen möchte. Darauf hatte ich nie Lust. Aber eigentlich macht er es genau richtig. Man muss in Amerika total dick auftragen und posen bis zum Geht-nicht-mehr. Für mich ist es too much und nicht mein Style. Aber ich wünsche ihm viel Glück.

Stuntmann Oliver Keller und Schauspielerin Yangzom Brauen sind ebenfalls Schweizer, die in Los Angeles arbeiten. Tauscht man sich aus?
Ja, wir helfen einander sicher überall, wo wir können. Oli Keller ist ein super Typ! Er hat mich ab und zu gecoacht und mit mir trainiert. Yangzom ist eine gute Freundin von mir. Ich habe kürzlich in ihrer Hollywood-Soap mitgemacht. Auch Kameramann Ueli Steiger mag ich sehr.

Von aussen betrachtet hat man das Gefühl, dass in deinem Leben viel Action herrscht und du mit einem hohen Tempo unterwegs bist. Gibt’s auch die ruhigen Momente?
Absolut, ich kann vor allem in den Ferien in der Schweiz und in Liechtenstein gut abhängen und tagelang nichts machen. Zur einen Hälfte gebe ich Vollgas und habe Action, zur anderen ist chillen angesagt.
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Ich liebe Pferde, weil …
… ich ohne Sattel und barfuss auf ihrem Rücken reiten kann und ich mich dabei frei fühle.
 
Ich wollte schon immer richtig stellen, dass …
… ich Melanie Winiger mag. Und dass ich keine dumme Blondine bin.
 
Das grösste Kompliment, das ich von Freunden erhalte, ist …
… dass ich sehr loyal und grosszügig bin und gut zuhören kann.
 
Wenn ich nach Hause komme, …
… fege ich als erstes den Boden. Für mich ist das Entspannung pur.
 
Das amerikanische Fernsehen …
… ist nur mit schlechten Nachrichten bestückt und bringt zuviel Werbung. Ich habe keinen TV-Empfang und schaue lieber Apple TV.
 
In meinem Kühlschrank habe ich immer …
… Büffel-Fleisch, Kokosnussmilch und Spargeln.
 
Dass ich über 1400 Facebook-Freunde habe, …
... war mir gar nicht bewusst. Ich muss wieder einige rausschmeissen, weil ich die wichtigen Dinge gar nicht mehr sehe.
 
Ich habe noch niemandem verraten, dass …
… ich bis zum 16. Lebensjahr fest davon überzeugt war, ein Junge zu sein.
 
Ich bin süchtig nach …
… Schoggimilch und guter Laune.
 
Ohne meinen Hund Bailey B DeMille …
… wäre das Leben trostlos.
 
Wenn ich einen Wunsch frei hätte, …
… würde ich mir wünschen, dass alle so viel Schwein, Freude und Liebe im Leben haben, wie ich an meinen besten Tagen.
 
Tommy Lee
Ich mag ihn sehr. Er war total aufgeschlossen und einer meiner liebsten Interviewpartner. Liebevoll hat er mir von seinem Sohn erzählt: Wie sie die Natur entdeckt haben und sich grosse Sorgen um ein Chamäleon machten, das er unglücklicherweise auf den Boden fallen liess. Süss.
 
Paris Hilton
Als ich neu in den USA war, zog ich mit ihr um die Häuser. Wir waren damals mit ihren Ex-Lovern Brandon Davis und Edward Furlong unterwegs. Innert kürzester Zeit war es mir dann etwas zuviel mit den reichen Kids. Paris hat mir von ihrer Internatszeit in Gstaad erzählt und wollte schon immer berühmt werden. Ihre Schwester Nicky ist übrigens strunzdumm.
 
Michel Comte
Ab und zu hat er mich aus dem Hotel Ritz in Paris angerufen und begeistert erzählt, dass er soeben meine Sendung auf Viva Plus gesehen hat. Toll, dass ganz Europa zuschauen konnte.
 
Heidi Klum
Sie ist sehr süss und äusserst sympathisch. Nur ihre Entourage macht sich extrem wichtig.